In jedem Weinkeller lagern doch überwiegend im Holz ausgebaute Weine. Ob diese das Tanin nun schon eingebunden haben oder nicht sei zunächst einmal dahingestellt. Der Weinkeller hat ja meist etwas Platz um auf den Wein warten zu können. Doch gehört nicht auch ein Weinfass in den Weinkeller ?
Durchmesser 70 cm Höhe 90 cm
komplett geschlossen als Stehtisch.
Das Leben der Barriques beginnt fast ausschließlich in Mittel-Europa. Vereinzelte Osteuropäische Fasshersteller können fast vernachlässigt werden.
Zumal bei diesen das erste Befühlen des Weinkellers schon zur Farce werden kann. Weinfässer dichten sich zwar selbst ab, es fließt jedoch zunächst einmal einiges an Flüssigkeit hindurch. Wenn es sich um Regenwasser handelt ist dies kein Problem, beim neu geernteten Rotwein aus Pomerol sollte jedoch kein Milliliter verloren gehen. Die zentral europäischen Weinfässer werden also bevorzugt trotz etwas höherer kosten. Man muss wissen dass ein neues Fass zwischen 600 und 800 Euro kostet - allein diese Zahl lässt einen das im Weinkeller stehend Dekorationsfass mit etwas anderen Augen sehen.
Ein Weinfass überdauert 2-3 Weine, dann gibt es keinen Geschmack mehr ab und verbessert den Wein nicht mehr. Also bereits nach 3 Jahren ist es nur noch einen Bruchteil Wert und kann für knappe 100 Euro in Ihrem Weinkeller stehen. Die Weine werden meist jedoch nicht in ausschließlich neue Barriques gelagert. Diese würden dem Wein zu viel Holz beifügen. Massive Vanillenoten sind die Folge, was zugegeben etwas in Mode zu sein scheint.
Jedoch nicht nur die geschmackliche Verbesserung stellt die Verbindung zwischen den Weinen in Ihrem Weinkeller und dem Weinfass her. In den Barriques kann der Wein minimal atmen. Das Holz diffundiert - die Mikrooxidation verbessert die Reife des Weins. Je dünnwandiger die Barriques desto mehr Mikrooxidation findet statt. Deshalb sind Fässer mit 23 mm Wandstärke auch teurer als 27 mm starke Fässer. Im Weinkeller lässt sich durch ein Klopfen auf das Weinfass somit auch feststellen wie interessant der darin einmal ausgebaute Wein wohl gewesen sein mag. Ein sehr klangvoller, hoher Holzton verspricht also einen tollen Geruch wenn man den Stöpsel kurzzeitig öffnet und tief einatmet. Dieser Duft ist dann im Weinkeller übrigens sehr lang "abrufbar" sofern der Stöpsel immer wieder verschlossen wird. Ein in Sachen Wein sehr gebildeter Kunde behauptete übrigens seine künftigen Fehlkäufe nach dem ersten Schluck dann ja direkt im Fass entsorgen zu können. Wobei der Geruch dann natürlich wiederum leiden mag.
Im Weinkeller macht sich ein Barrique aber auch ohne dem Geruch äusserst dekorativ. Der Wein wird beim Ausbau immer in liegenden Fässern gelagert. Beim Umfüllen und der Probe des Weins wird durch das Mittage Spundloch der Wein entnommen. Zum einen entsteht dadurch die rote Färbung der Mitte des Barriques, zum anderen ist es beispielsweise bei Mouton Tradition die Fässer im mittleren Bereich rot einzufärben. Sie werden auf den Weinfässern in Ihrem Weinkeller also immer Rotweinrückstände vorfinden. Teils etwas gekleckert (unwahrscheinlich dass dies von zu viel Weinprobe im Chateau-Keller stammt) und teils schön Rot gefärbt. In jedem Fall ist die Geschichte des Barriques direkt sichtbar und mit einer Magnumflasche darauf auch bildlich vorstellbar. Der Boden der Barriques besteht aus mehreren Dauben die in die längsgeführten Dauben eingesetzt sind. Dieser Deckel, der in Ihrem Weinkeller den Vorzug bietet als Stehtisch verwendet werden zu können, ist äusserst stabil und es Bedarf immer grossen Aufwand diesen zu entfernen. Dies machen wir immer dann, wenn das Weinfass als Regentonne genutzt werden soll. In unserem Fall im Weinkeller bietet der Deckel jedoch noch einen ganz anderen spannenden Aspekt. Auf ihm wird seitens des Fassherstellers immer in Form eines Brandins dessen Logo aufgebracht. Wenn man sich also nun etwas mehr mit den Weinen im Weinkeller beschäftigt erfährt man irgendwann welches Weingut bevorzugt welchen Fasshersteller wählt. Somit ist manchmal auch eine gewisse Auswahl möglicher Weingüter bekannt von denen das Fass stammen könnte. Dies mystifiziert unser Barrique im Weinkeller noch etwas mehr. Wenn man beispielsweise von den herausragenden Weingütern einen durchschnittlichen Preis 50,- Euro pro Flasche unterlegt so war in Ihrem Barrique im Weinkeller einmal 225 Liter davon, die grob etwa 300 Flaschen Wein ergeben und so etwa 15.000 Euro in einem Fass gelagert haben.
(Alles natürlich nur eine überflüssige Rechnung um einen weiteren Punkt des Barriques im Weinkeller anzusprechen. Allzu oft werden ja im seltensten Fall 50,- Euro Flaschen regelmäßig verkostet).
Nachdem sich nun also das Weinfass von seinen ursprünglichen 800,- Euro auf nunmehr einen kleinen Bruchteil davon reduzieren lassen muss findet es endlich den Weg in Ihren Weinkeller. Dort kann es jahrelang als Dekoration dienen. Die einzelnen Fassdauben werden nämlich unter hoher Spannung durch die eingesetzten Deckel und die verzinkten Spannreifen gehalten. Somit entstehen in den Jahren maximal feine Spalte zwischen den Dauben, das Fass als ganzes ist jedoch absolut stabil. Und selbst dieses Austrocknen der Dauben ist im Weinkeller kein zu großes Problem da ohnehin etwa 70% Luftfeuchtigkeit herrschen sollten. Gleichzeitig ist es im Weinkeller natürlich nicht feucht genug um das Weinfass schimmeln zu lassen. Wenn ich Sie also mit all den wunderbaren kurzen Informationen zum Werdegang eines Barriques nicht überzeugen konnte so hilft vielleicht die vorhergegangene Information zur Haltbarkeit weiter Sie von einem echten Barrique im Weinkeller zu überzeugen. Und noch etwas ganz Pragmatisches: Meist sind ja im Weinkeller die Wände komplett mit Flaschregalen gefüllt. Sollten Sie nun keinen Riesen-Weinkeller besitzen in dem selbst mittig die Regale eingemauert sind, dann herrscht auch bei Ihnen in der Mitte des Weinkellers eine grosse Leere. Was tun mit der Mitte ? Ein Weinfass als Stehtisch ist eine höchst bereichernde Variante. Ob zur Verkostung als Tisch, oder einfach nur zum abstellen der neuen Weinkartons, deren Flaschen eingeräumt werden wollen. Also eine ganz wunderbare Lösung - ein Weinfass im Weinkeller.
Ich wünsche viel Freude bei jeder Verkostung und jedesmal wenn Sie Details zu Ihrem Barrique berichten dürfen.
Übrigens, sollten Sie einmal genau wissen aus welchem Land und welcher Region Ihr Weinfass stammt, so fragen
Sie uns einfach direkt danach. Meist können wir Ihnen ziemlich genau sagen von welchem Weingut Ihr Barrique stammt und Sie können auch direkt den Wein aus dem Fass dazubestellen.
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